Küchen-Gschichterl aus Erding

Klein aber fein

Für ihr neues Zuhause haben sich „Beffi“ Gattinger und seine Lebensgefährtin „Tini“ Albrecht den Wunsch von einer offenen Wohnküche erfüllt. Aus einem Raum mit nur 7 x 5 qm wurde ein Traum voller Highlights.

Auf keinen Fall sollte die neue Küche den Raum dominieren. „Ganz bewusst wollten wir keine Schränke bis zur Decke, dafür aber robuste Fronten aus Resopal und eine Insel, die den Raum etwas auflockert“, so Beffi. Mit diesem Wunsch im Gepäck sind er und seine Lebensgefährtin „ohne querzuschauen“ direkt in die Küchenschmiede. Durch Tinis Arbeit hatte das Paar in den letzten Jahren immer wieder den Namen Marsmann gehört. „Nur Gutes“. Einen fixen Termin gabs nach telefonischer Anfrage keinen – dafür aber eine herzliche Einladung von Michael „Michi“ Marsmann „Keemts einfach vorbei!“. Gesagt getan.


„Die Beratung war top – alle Möglichkeiten wurden durchgespielt“

Von Anfang an hat bei den Dreien die Chemie gestimmt. „Deshalb haben wir dem Michi freie Hand bei der Planung gelassen.“ Und so wurde nach und nach aus der ursprünglich geplanten Kochinsel eine Arbeitsinsel. Und aus Tinis Wunsch – Schwarz-Weiß-Optik für die Fronten – eine Komposition aus Beton-Graphit, Mattweiß und Rückwänden in Eicheoptik. „Da konnte ich mich durchsetzen“, freut sich Beffi.

„Eiche passt super zum Parkettboden und verleiht dem Raum eine angenehme Wärme. Die Mischung aus Beton Graphit und Premiumweiß supermatt gefällt uns sehr gut: Sie wirkt weniger kalt und ist zeitlos. Außerdem ist matt nicht so empfindlich wie glänzend.“ Bis genau dieses Arrangement stand, haben die Drei sich oft stundenlang besprochen und dabei alle möglichen Farbvariationen durchgespielt: „Der Michi hat echt viel gezeichnet“, erinnert sich das Paar. Und auch eigene Ideen eingebracht.

„Wider Erwarten einfach genial“

Wie zum Beispiel eine kleinere Spülmaschine mit nur 45 cm Breite. Und ein sehr kleines Bora-Induktionsfeld mit Muldenabzug. „Das ist für uns Zwei absolut ausreichend.“ Und total genial: „Der Muldenabzug ist angenehm ruhig und effektiv.“ Wider Erwarten positiv überrascht war auch die Lösung für den eigentlich geplanten Kücheneimer mit 2 Fächern. Hier war der Wasseranschluss im Weg, deshalb wurde die Ausführung von Tiefe auf Breite geändert. Dadurch hatte sogar noch ein dritter Eimer Platz. Damit sind die Beiden total zufrieden. Ein Fach mehr ist eben auch einmal Stauraum mehr. „Das ist einfach genial umgesetzt“. Und sehr praktisch.

Genau wie die grifflosen Hängeschränke, mit Griffleisten, die hinter der Front verschwinden. Die Blanco-Aufsätze für das Waschbecken, zum Abtropfen von Töpfen & Co. Oder die kleinen Hand-Sweep-LED-Einzelleuchten unter den Hängeschränken, die sich ohne Berühren eines Schalters rein durch Bewegung der Hände an- und ausschalten sowie dimmen lassen. „Die wollten wir erst gar nicht“, schmunzeln die Beiden. „Dann hat der Michi gesagt ` Trauts euch! `“ Heute sind gerade diese Lichter im wahrsten Sinne des Wortes ein absolutes Highlight. Genauso wie die Arbeitsinsel.

„Das Beste an Fläche rausgeholt“

Die umfunktionierte Durchreiche mit Türen auf der Innen- und Außenseite schafft mit ihren 120 auf 60 cm Arbeitsfläche oben nochmals richtig viel Platz zum Schnibbeln. Und unten zusätzlichen Stauraum. „Damit die Insel auch wirklich stabil im Raum steht, haben wir uns für die Schrankvariante mit 2 Schubläden entschieden und den Schrankt zusätzlich mit einer Korpusmaterialplatte von innen verstärkt“, so Michi Marsmann. Und so verbindet die kleine Insel nicht nur den Küchenbereich mit der Essecke und dem Wohnzimmer. Vielmehr gestaltet sie den Raum, gibt ihm eine besondere Struktur – und macht dabei Lust auf das Arbeiten in der Küche: „Diesen Winter habe ich fest vor endlich Plätzchen zu backen“, freut sich Beffi. Den Platz dafür hat er jetzt. Und auch die passende Atmosphäre.

Der Raum in sich ist stimmig und verbunden mit einem guten Gefühl

Denn so wie die Küche jetzt dasteht, passt sie perfekt zu dem schönen Esstisch aus veredeltem Kiefernholz und den Rattanstühlen mit hoher Lehne. Dennoch: Das Schönste an dieser Küche sind für Tini und Beffi nicht die vielen funktionalen Details oder die hohe Qualität der Materialien und Küchengeräte. „Das Schönste ist, das sich es sich nie angefühlt hat wie ein Küchenkauf, sondern eher wie sehr viel Spaß.“

Eckdaten

Küchenhersteller: Ballerina Küchen
Modell: Resopal Pro Premiumweiß supermatt/Beton Graphit 
Dekore: Fronten unten in Resopal Premiumweiß supermatt, Hängeschränke Beton Graphit, Nischenrückwand Castell-Eiche
Arbeitsplatten und Wangen: Beton Graphit
Realisierungszeitraum: 5-6 Monate inklusive Planung
Kontakt: info@kuechenschmiede-erding.de
Text Sabine Saldaña Bravo
Bilder Bettina Albrecht, Stefan Gattinger
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